Wahrnehmen. Für Manager. Eine unterentwickelte Kulturtechnik?

wahrnehmen

Was nehmen wir wahr – für wahr?

Eine schwierige Frage. Klar ist, dass wir nicht die Welt wahrnehmen, die sog. »objektive« Welt, die uns scheinbar alle umgibt. Vielmehr nehmen wir unsere eigene Wahrnehmung wahr. Wir nehmen unsere Sinne wahr, mit denen wir unsere Welt konstruieren. Aber weshalb beschäftigen wir uns dann so wenig mit unserer Wahrnehmung, mit unseren Sinnen? Weshalb ist »wahrnehmen« heute eine geradezu unterentwickelte Kulturtechnik?

Mit der Wahrnehmung dürfte es so sein, wie es uns von der Quantenphysik kolportiert wird: Wenden wir uns ihr zu, verändert sie sich. Richten wir unsere Aufmerksamkeit auf ein Teilchen … bleibt es nicht das, was es scheinbar war. Es gibt keine »reine« Wahrnehmung, keine faktische, verlässliche Quelle, die uns valide Aussagen liefern könnte. So bleibt uns nur ein einziger Weg zur Selbstwahrnehmung, der Um-Weg über unsere Um-Welt: Wir nehmen uns selbst wahr, indem wir etwas »konstruieren«, etwas gestalten, etwas bauen. Nämlich die Welt. In unserer Wahrnehmung bauen wir die Welt – unsere Welt.

Das Geheimnis unserer Welt

Dies mag das grundlegende Geheimnis unserer autopoietischen Welt sein: Wahrnehmen und Gestalten sind eins. Wahrnehmen indem wir Gestalten. Gestalten indem wir Wahrnehmen. Räume, Objekte … aber auch Beziehungen, Prozesse, ganze Systeme …

Es klingt geradezu paradox: Um die Wahrnehmung wahrnehmbar, »greifbar« zu machen, braucht es Übung! Also wahrnehmen üben als Grundlage für Gestaltungskompetenz? Damit beschäftigen wir uns. Und dafür haben wir ein eigenes Kreativ-Seminar entwickelt, das Menschen auf allen Ebenen abholt … mit Fakten über unsere Wahrnehmung, mit faszinierenden Erfahrungsberichten, »Best Practice« Beispielen, aber auch mit eigenen, authentischen Erzählungen, durch die wir voneinander lernen können … und natürlich mit jeder Menge Trainings – »Sinnestrainings« – zur Sensibilisierung unseres eigenen, individuellen Wahrnehmungssystems.

Wozu das alles?

Um den Weg von der Intuition über die Inspiration bis hin zur Innovationskraft zu stärken. Die Entfaltung und Entwicklung unserer Wahrnehmungsfähigkeit kann uns im Arbeitsalltag – im sog. »Business« – helfen, einen höheren »level« zu erreichen. Es ist seltsam, aber das Sich-selbst-Spüren wird in unserer Hochleistungsgesellschaft zur entscheidenden, »stillen« Zusatzkompetenz. Mit einer höheren Wahrnehmungsfähigkeit nehmen wir ja nicht nur uns selbst besser wahr, sondern v.a. auch unsere Mitmenschen: Entscheidungen fallen uns leichter, die Kommunikation wird einfacher und klarer, damit können wir unseren Handlungsradius vergrößern. Und schließlich können wir mit mehr Wahrnehmung auch mehr Sinn finden. Das beflügelt .:.

Und warum »Für Manager«???

In unserer hyperaktiven Zeit will und muss jeder seine Karriere machen. Schon die Berufseinsteiger dürfen sich heute »Manager« nennen. Der Vertriebsmitarbeiter ist heute ein Sales Manager … unzählige Berufsfelder konnten sich auf diese Weise attraktivieren.

Oft gelingt diese Karriere – vor allem die schnelle und steile Karriere – aber nur fern jeder Sinnstiftung. Dauerhaft führt dies zu Einbußen, zu menschlichen Einbußen. Hier müsste das Managerherz Alarm schlagen: Proportional zum Geldgewinn kann man einen Sinnverlust registrieren. Im konsolidierten Ergebnis droht Ungemach!

Sinnbeflügelung kann die Antwort sein. Balance.

In diesem Sinn ein herzliches Willkommen zu unserem nächsten Kreativ-Workshop:

Wahrnehmen. Für Manager.

SHA. © 2016