Kunst als Sinnstiftung (3/3). Wie selten wir da sind, wo wir sind.

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Wie können uns Räume berühren und neu verorten?

In der Beantwortung dieser Frage sehe ich als Künstler – als Gestalter von Räumen – das höchste Potential an Sinnstiftung. Ich sehe darin eine Neuorientierung von Kunst, ausgerichtet an den veränderten Bedürfnissen des modernen Menschen inmitten unserer Hochleistungesellschaft. Aber mit »Raum« beschränke ich mich keinesfalls nur auf den äußeren physikalischen Raum ...

Lasst uns eine neue Kultur entwickeln, eine Sinn- und Sinneskultur!

Lasst uns die imaginären SinnRäume in uns selbst häufiger aufsuchen. Und lasst uns diese Suche mit realen SinnesRäumen kultivieren – mit holistisch gestalteten Umgebungen, die es uns leichter machen, in uns selbst einzutauchen:

Ich proklamiere Raumgestaltung für alle Sinne – mit allen Sinnen.

Holistisch gestaltete Räume sprechen mehr das Kindliche als das Erwachsene in uns an. Und dies schadet unserer Welt nicht – ganz im Gegenteil. Holistische Gestaltung aktiviert unkonventionelle Prozesse im Gehirn, regt damit unsere Kreativität an, stärkt unsere Wahrnehmungsfähigkeit und verfeinert unsere Sensibilität. Letztlich fördert HOLISTIC DESIGN im Menschen ein Alternativprogramm zur drohenden Totalverzweckung unserer medial geleiteten Gesellschaft.

In einer Welt, in der die Verortung – das Spüren im Hier und Jetzt – zu den raren Momenten zählt, können wir mit solch ganzheitlichen Erlebnissen vielleicht sogar die entscheidenden Antworten auf die bewegenden Themen unserer Zeit stimulieren.

SHA. © 2015